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Himalayas by Road

       

Namasté,

dies ist ein Reiseführer, um auf eigene Faust im indischen Himalaya die höchsten und spektakulärsten Straßen der Welt zu befahren. Ein absolutes Abenteuer! Die Mietpreise betragen pro Tag: Motorrad 20,- € und Auto 50,- € (mit Fahrer 70,- €). Die Anreise ist leicht und preisgünstig. Ich gebe detaillierte Information und GPS-Tracks, wie man nur mit einem Smartphone ausgerüstet die abgelegensten Straßen und Fahrwege finden kann. Zudem beschreibe ich bei allen Wegen und Zielen leichte Spaziergänge und Tageswanderungen. Eine Schatztruhe an wertvollen Infos, die man sonst kaum bekommt!

Das nördliche Indien ist eine buddhistische Provinz mit Namen Ladakh und grenzt an Tibet und Pakistan. Bis vor kurzem waren die abgelegenen Regionen nur mit mehrtätigen, mühseligen Trekkingtouren oder Karawanen zu erreichen. Nun sind die meisten der klassischen Trekkingrouten durch oft erstaunlich gute Straßen oder Fahrwegen ersetzt. Man kommt dadurch in fantastische Bergwelten jenseits aller Vorstellungen! Ladakh ist mittlerweile ein Mekka für Motorradfahrer aus aller Welt geworden. Neben den Hauptrouten liegt mein Schwerpunkt auf der Beschreibung all der vielen interessanten Nebenrouten und Seitenstraßen, wo nur selten ein westlicher Tourist vorbei kommt, geschweige denn mit eigenem Fahrzeug. Ich bin 2x mit einem klassischen indischen Motorrad in der Region gewesen (Enfield Bullet). Seit Mai 2018 fahre ich mit einem zum Campingauto umgebauten indischen SUV (Scorpio) durch die Gegenden Ladakh, Zanskar, Kaschmir, Spiti Valley sowie die hinduistischen Pilgerorte Rishikesh, Gangotri etcen!   >>Touren-Tagebücher         >> Zeitschriften-Artikel Seite 1-2         >>Seite 3        

Google Earth Tracks:   >>Himalaya Motorrad-Tour 2015     >>Himalaya Jeep-Touren 2018/19

Mit herzlichen Grüßen, Andreas „Neerav“ Koch          am besten zu erreichen über WhatsApp +49 172 2812328

 

P.S.: Ich suche eine Frau, die mit mir gemeinsam reisen mag und bei der Organisation hilft!

 

 

 

Tourenvorschläge:

Angegeben sind die minimalen Tage. Überall würde es sich aber lohnen, länger zu bleiben! Unten folgen ausführlichere Beschreibungen der Orte und Gegenden.

 

1. Die große Highway-Runde. Viele Biker und Autofahrer begnügen sich damit, nur auf den großen Highways zu fahren. Aber auch hier viele spektakuläre Landschaften und mehrere 5000er Pässe. Mittlerweile sind die Highways durchgängig zweispurig ausgebaut und zu 90 % asphaltiert. Zur Orientierung:

- 4 Tage Manali - Leh: über Keylong, Sarchu und Pang / Rumtse.

- 3 Tage Leh - Srinigar: über Kargil und Sonamarg.

- 3 Tage Srinagar - Manali: über Dharamsala und Mandi.

 

2. Kleine, leichte 3 Tages Tour in Zentral Ladakh:

- Leh bis Ule Tokpo (oder Alchi), nachmittags Fahrt zum Kloster Ringzon.

- Ule Tokpo - durch Canyon zum Dorf Manggyu - zurück zum Indus - Temisgong, Dorfspaziergang.

- Temisgong - Pass-Straße nach Hemis Schukpachen - weitere kleine Pässe - Likir Kloster - Leh.

 

3. Niedrige 7-10 Tages Tour für Leute, die Probleme mit großen Höhen haben (alle Hotels unter 3300m):

- Leh bis Ule Tokpo, hier ausruhen und akklimatisieren. Tages-Ausflug in die Umgebung.

- Ule Tokpo bis Beama im Aryan Valley. Unterwegs Abstecher nach Domkar und Skarbuchen.

- Von der Aryan Residency in Beama viele Ausflugsmöglichkeiten und Spaziergänge.

- Beama - Checkpost Batalik - Kargil. Stadtbummel oder Spaziergänge im Suru-Tal.

- Kargil - Buddha-Relief in Mulbekh - Kloster Lamayuru - Moonvalley - Temisgong.

- Temisgong - Pass-Straße nach Hemis Schukpachen - weitere kleine Pässe - Likir Kloster - Leh.

 

4. Nubra Valley (das Tal der Blumen, Permit erforderlich):

- Leh - Khardung La (höchster Straßenpass der Welt) - Hunder (viele gute Hotels und Zeltcamps). Ich empfehle das Hotel Snow Leopard (30,- €) 34°35,06N / 77°28,11E - 3140m. Von hier als Stützpunkt gibt es eine zahlreiche Möglichkeiten für Tages-Ausflüge:

- Spaziergänge oder Kamelritt durch die berühmten großen Sanddünen.

- Fahrt zum baltischen Dorf Turthuk an der Grenze zu Pakistan.

- Fahrt durch Canyon nach Hunder Dok. Wanderung durch die grünen Dörfer.

- Rafting - Tour (Schlauchboot) auf dem Shyok River nähe Khalsar. Besuch des Klosters von Diskit.

- Fahrt zu den Bergdorf Warish und dem Dorf Udmaro am Shyok River.

- Fahrt zu den heißen Quellen von Panamik, Besuch des Ensa Klosters auf Klippen über dem Nubra River.

- Rückfahrt alternativ über den einsamen Wari La Pass von Agham bis Sakti und weiter bis Leh.

 

5. Die große 3 Seen Runde: Alle Highlights von Ladakh in einer grandiosen Tour! Die Inder reißen das in sieben Tagen ab, ich empfehle aber, sich zwei Wochen Zeit zu nehmen. Es gibt so vieles zu sehen! Erst seit kurzem kann man diese Tour durchgängig fahren, ohne zwischendurch immer wieder nach Leh zurückkehren zu müssen. Einige Etappen sind sehr einsam und holprig:

- Leh - Khardung La - Hunder im Nubra Valley (Ausflugsmöglichkeiten siehe Tour 4).

- Hunder - Agham - Shyok Schlucht - Durbok Canyon - Tangtse.

- Tangtse - Pangong Lake. Hier empfehle ich die Dörfer Man oder Merak mit guten Hotels am See.

- Pangong Lake - Chuchul - Loma - Mahe Bridge - Korzog am Tso Moriri Bergsee (4500 m).

- Tso Moriri - Puga Hotsprings - Polo Kongkar Pass - Salzsee Tso Kar.

- Tso Kar - Tanglang La Pass - Leh.

 

6. Zanskar : Noch einsamer und urtümlicher als Ladakh. Bis jetzt gibt es nur einen dreitägigen Zugangsweg: Leh - Kargil - Rangdum - Padum. Davon 150 km Schotterpiste! Es werden aber aktuell weitere spektakuläre Zugangsstraßen gebaut: Eine führt von Keylong über Darsha und den Shingo La Pass nach Padum. Es fehlt im Prinzip nur noch eine Brücke bei Purne. Eine weitere Piste führt von Lamayuru durch die Hanupatta Schlucht und den Sengge La Pass bis nach Lingshed. Es fehlen noch 10 km Luftlinie zum anderen Straßenkopf hinter Zangla in Zanskar. Das kann aber noch ein paar Jahre dauern…

In Zanskar nimmt man Padum oder Karsha als Stützpunkt und kann von hier aus eine Reihe Tagesausflüge machen. Unter anderem ist es möglich, das berühmte Höhlenkloster Phuktal an einem Tag zu schaffen!

 

7. Lingshed - mein persönliches Shangri La:

- Leh - Highway bis Lamayuru oder Homestay in Wanla.

- Wanla - Hanupatta Schlucht - Photoksar - Sengge La - Lingshed. Erst seit 2019 Straßenanschluss. Hier gibt es nur einfache Homestays. Wunderbares grünes Hochtal. Viele Wandermöglichkeiten.

- Lingshed - Yulchung - Nirag am Zanskar Fluss - Yulchung - Sengge La - Photaksar Homestay.

- Photoksar - Sirsir La - Fanajil - Hinju Homestays. Wanderung zum Pass.

- Hinju - Lamayuru - Moonvalley - Leh.

 

8. Spiti Valley: Gehört zum Bundesstaat Himachal Pradesh, ist aber auch buddhistisch geprägt:

- von Manali oder Mandi nach Shoja unterhalb vom Jalori Pass. Viele Gästehäuser.

- Jalori Pass - Reckong Peo / Kalpa    (von Shimla aus kann man auch direkt nach Reckong Peo fahren).

- morgens in Reckong Peo das Permit besorgen - Abstecher Ropa Valley - Pooh.

- Pooh - Sutlej Brücke - malerisches Bergdorf Nako. Spaziergang.

- Nako - Kloster Gyu mit echter Mumie - Kloster Tabo (sehr beeindruckende Puja-Zeremonie am Morgen)

- Tabo - grandioses Pin Valley - Dorf Mudh am Ende der Straße.

- Mudh - Distrikt-Hauptstadt Kaza mit großem Basar.

- Kaza - Bergdörfer Hikkim und Langza - Ki Monestery - Bergdorf Kibber.

- Kibber - die höchst gelegene Brücke der Welt - Kunzum Pass - Batal - Chandratal See - Zeltcamp.

- Wanderung zum See und evtl. auch zum Gletscher - Zeltcamp.

- Chandratal - Batal - Gramphoo. Von hier nach Keylong oder über den Rohtang Pass zurück nach Manali.

 

 

Allgemeine Informationen:

 

Reisezeit in Ladakh ist Ende Juni bis Mitte September. Außerhalb dieser Zeit wird es nachts sehr kalt und viele der hohen Pässe sind zugeschneit. Kaschmir, Dharamsala und Manali sind auch schon gut im Mai befahrbar, ebenso im Oktober.

 

Nun zum Wichtigsten, dem fahrbaren Untersatz: Ladakh ist ein Touristengebiet. Es gibt unzählige Pauschalangebote mit Auto oder Minibus. Genauso bieten viele in- und ausländische Agenturen geführte Motorrad-Touren mit 6-10 Bikern an. Meist fährt ein Werkstattwagen mit. Damit ist alles ganz einfach und man braucht sich um nichts zu kümmern…

Mir ist meine Individualität wichtiger, darum habe ich immer auf eigene Faust alles selbst organisiert. Mit dem eigenen Auto oder Motorrad kann man beliebig stoppen und interessante Nebenstraßen oder Seitentäler befahren, wo die geführten Touren nur vorbeiheizen.

Motorräder gibt es in Leh und Manali an jeder Straßenecke für rund 20,- € pro Tag zu mieten. Eigentlich braucht man nicht vorher zu reservieren. Um sicher zu gehen in der Hauptsaison, gibt man bei Google „bike rental Leh“ ein und wird viele Anbieter finden, wo man auch gleich per email was abmachen kann. Passkopie und internationaler Führerschein reichen aus. Es ist ratsam, eigenen Helm und Schutzkleidung mitzunehmen. Die Miet-Motorräder sind mit Gestellen für Gepäck und Benzinkanister ausgestattet. Die meisten fahren immer noch mit der klassischen Enfield Bullet, die es auch mit E-Starter gibt. Seit kurzen gibt es von Enfield die „Himalaya“, eine Art Enduro, die sicherlich für die Schotterpisten besser geeignet ist. Zu zweit wird es dann aber kritisch, gerade auch mit viel Gepäck. Da ist die Bullet ein besserer Packesel. Wenn man nur Ladakh befahren will, ist Leh der Stützpunkt. Will man die große Highway-Runde machen oder ins Spiti-Valley fahren, ist Manali der Ausgangspunkt. Einige Agenturen bieten auch eine Oneway-Miete von Manali nach Leh an, z.B. www.bikerentalsmanali.com . Will man nur von Leh aus einige Tagestouren im Indus-Tal machen, würde auch ein Scooter für 10,- € ausreichen.

Mietautos gibt es nur in Delhi, evtl. auch in der Stadt Chandighar am Fuße des Himalayas. In Leh kostet es nur wenig mehr, ein Auto mit Fahrer für einige Tage oder auch Wochen zu mieten. Der Fahrer schläft im Auto, manche Hotels haben für die Fahrer extra Räume. Normalerweise fahren sie feste Routen, man kann aber auch anhand meines Reiseführers selber bestimmen, wo es lang geht! Es können z.B. in einem Toyota Innova bis zu 4-5 Leute mitfahren. Wochenpreis inklusive Sprit ca. 500,- €.

Hinweise für Delhi: Dort gibt mittlerweile zahlreiche Autovermietungen, z.B. Zoomcar. Man sollte unbedingt robustere Autotypen nehmen, wie einen Xylo, Scorpio oder Toyota. Es ist allerdings sehr ungewöhnlich, wenn ein Ausländer selber steuern will! Das verstehen die Inder nicht und man muss viel verhandeln und ggf. eine hohe Kaution bezahlen. Der Stadtverkehr in Delhi ist auch wirklich ein Alptraum. Aber es gibt einen Trick: Man lässt sich am Vorabend vom Vermieter sein Auto zu seinem Hotel bringen und startet am nächsten Morgen um 05:00 Uhr. Dann ist es im Sommer schon hell und man kommt problemlos aus der City. Erstes Tagesziel sowie Dreh- und Angelpunkt ist Mandi (gute klimatisierte Hotels am Marktplatz). Von hier aus ist es jeweils eine halbe Tagesetappe sowohl nach Manali als auch Dharamsala. Wer ins Spiti Valley will, für den ist von Delhi aus die „Hillstation“ Shimla besser geeignet!

 

Tankstellen in Ladakh gibt es nur hier: Leh, Kargil, Mulbekh, Khaltse, Karu, Diskit.

 

Anreise: Bis Delhi fliegen Lufthansa und Air India täglich direkt für rund 600,- €. Will man gleich in die Bergregion Ladakh, benötigten man einen einstündigen Anschlussflug Delhi - Leh. Bei Lufthansa kann man das nicht direkt buchen. Man schaue am besten auf Flugportale wie www.Swoodoo.de   Ich selber habe mein Auto im Sommer in Ladakh stehen und fliege mit Air India hin- und zurück (ca. 650,- €). Meine Standard-Route:   auf www.airindia.de   die Option Multi-city anklicken. Bei Hinreise Frankfurt - Leh eingeben, für die Rückreise nur Delhi - Frankfurt, weil man den Rück-Anschlussflug nicht auf einem Ticket bekommt. Stattdessen am Rückreisetag einen separaten Anschlussflug Leh - Delhi bei einem Billigflieger wie z.B. www.spicejet.com für ca. 100,- € buchen. Die Flugzeiten sind täglich: ab Frankfurt 21:15 Uhr, Ankunft Delhi 08:30 Uhr. Man muss einen Tag in einem Hotel pausieren, ich empfehle das gut klimatisierte Airport Hotel Grand für 27,- €, z.B. bei www.expedia.de . Am nächsten Morgen ist um 06:40 mit Air India der Weiterflug nach Leh. Zurück geht es an einem einzigen Tag: Ab Leh 07:40 Uhr mit z.B. Spicejet. Der Weiterflug mit Air India ist täglich 13:35 Uhr, Ankunft in Frankfurt 18:40 Uhr (fast immer pünktlich). Natürlich gibt es von anderen europäischen Flughäfen zahlreiche weitere Verbindungsmöglichkeiten.

Impfungen braucht man nicht. Ab 2000 m gibt es keine Mücken mehr. Aber Vorsicht vor Höhenkrankheit!

 

Für Indien wird ein Visum benötigt: Heute gibt es problemlos ein e-Visum, d.h. man muss nicht mehr persönlich zur Botschaft gehen oder den Pass per Post zuschicken. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Stellen. Online füllt man den Antrag aus, lädt Passfoto und Kopie vom Reisepass hoch. In  einer Woche bekommt man das e-Visum, was z.Z. ein Jahr gültig ist für mehrere Reisen bis jeweils max. 90 Tagen. Bei der Ankunft in Delhi bekommt man dann das eigentliche Visum in den Pass gestempelt.

Achtung: Für die interessantesten Gebiete nahe der Grenze zu Tibet oder Pakistan benötigt man als Ausländer eine Sondergenehmigung (innerline permit), welches man in der Distrikt-Hauptstadt Leh problemlos innerhalb eines Werktages erhält. Zahlreiche Travel Agencies erledigen dies. Eine persönliche Empfehlung: Dreamtours nahe dem Basar. Vorausgesetzt man ist eine Gruppe von mindesten zwei Personen! Als Einzelreisender ist es wesentlich schwieriger, aber dennoch möglich: Gegen Aufpreis schummeln die lokalen Büros die Passkopie eines weiteren fiktiven Ausländers dazu. Auf dem permit stehen dann also zwei Namen. Bei den tatsächlichen Kontrollposten auf der Strecke wird man dann fast immer auch alleine durchgelassen!

 

Unterkünfte: Es gibt prinzipiell vier verschiedene Katagorien:

1. Resorts: nur hier gibt es wirklich westlichen Standard. Gibt es nur in Leh, Ule Tokpo, Mandi, Manali, Kalpa, Srinagar, Sonamarg und Kargil. 50,- bis 100,- €.

2. Hotels: Große Unterschiede, immer eigenes Bad, Warmwasser funktioniert meistens. 20,- bis 50,- €.

3. Guesthouse: Einfacher, meistens mit kalter Dusche. 15,- bis 30,- €

4. Homestays: „Ferien auf dem Bauenhof“ - Viele ladhakkische Familien räumen das Wohnzimmer für Gäste aus. Einfache Matratzen und Decken. Meist gibt es kein westliches Bad, sondern nur ein dreckiger Raum mit einem Loch in der Mitte. Waschen tut man sich draußen an einem Bach. Standardpreis: 10,- € pro Person mit Verpflegung zusammen mit der Familie. (Einzelzimmer 15,- €). Da lernt man echt das traditionelle Leben kennen! Es gibt offizielle Homestays mit Schild und „Prüfsiegel“. In abgelegenen Gegenden ist aber im Prinzip jedes größere Haus ein Homestay. Die meisten Familien beherbergen gerne westliche Ausländer! Einfach herumfragen…

5. Dann gibt es noch zahlreiche Zeltcamps für Touristen. Damit sind Hauszelte gemeint mit richtigen Betten und Regalen drin. Oft erstaunlich luxuriös mit eigener Toilette. Entsprechend auch die Preise…

 

Navigation: Am besten ist es, ein richtiges GPS-Satelliten-Navigationsgerät zu haben, wo man per USB meine Tracks (=Routen Aufzeichnungen) drauf laden kann. Dazu das Gerät an einen PC anschließen und die gpx-tracks auf den internen Ordner „GPX“ kopieren. Dann werden sie auf deinem Gerät angezeigt. Ich nutze ein Garmin „Oregon“ mit kompletter indischer Straßenkarte. Ein einfaches Smartphone mit GPS-Empfänger geht auch von der Genauigkeit her, hat allerdings den Nachteil, dass der Akku bekannterweise nicht lange hält. Also Powerbank nutzen. Im Auto hat man ja über den 12 Volt Zigarettenanzünder Strom. Auch viele Miet-Motorräder haben mittlerweile einen USB-Ladeanschluß!

Apps: Gute kostenlose Straßenkarten mit Standortanzeige bietet Maps.me. Zuhause lädt man sich online die benötigten Bundesstaaten herunter, um sie in Indien offline nutzen zu können. Man kann mit der App auch Routen berechnen. Aber Achtung, die Zeitangaben sind in Indien absolut unrealistisch. Ein weiteres häufiges Problem ist es, dass die Ortsnamen auf vielfache Weise variieren. Selbst die Einheimischen schreiben ihren Ort oft ganz unterschiedlich. So ist er auf elektronischen Karten schwer zu finden. Um meine Tracks auf dem Smartphone anzeigen zu können, braucht es andere Apps: z.B. den GPX Viewer, der auch kml Dateien anzeigt. Funktioniert schon in der kostenlosen Version. Bei der Pro Version für 4,99 € kann man zudem, ähnlich wie bei Maps.me, Karten herunterladen zur Offline-Nutzung. Von anderen Travellern wurde als Alternative Mappy.cz empfohlen. Zuhause unbedingt alles im Freien offline ausprobieren, um sich mit der Navigation vertraut zu machen!

Hinweis zur Technik: Für die Tracks sind verschiedene Formate gängig. Am häufigsten wird das von Garmin entwickelte “gpx“ Format genutzt. Am PC kann man mit der kostenlosen Software “GPX Manager“ die Tracks bearbeiten und ggf. in das von Google Earth benutze Format “kml“ umwandeln. Eine kml Datei kann man dann leicht Freunden verschicken, die sich die gefahrene Route minutiös auf Google Earth anzeigen lassen können. Mit einem Trick kann man auch direkt gpx Dateien auf Google Earth anzeigen: Man öffne das Programm, gehe auf „Datei öffnen“. Dort muss man allerdings umständlich rechts unten bei Dateityp „alle Dateien (“.“) “ auswählen, damit die eigenen gpx Dateien angezeigt werden. Ein Tip noch: Wer ein Tablet oder Laptop unterwegs mitnimmt, kann Google Earth auch offline nutzen: Zu Hause fährt man in großer Auflösung die Gebiete ab, die man später befahren will. Dann werden automatisch diese Ausschnitte auf deinem Gerät gespeichert und stehen später auch offline zur Verfügung! Man muss auf den kleinen blauen Ring rechts unten achten: Solange er sich noch dreht, ist der Ausschnitt noch nicht gespeichert! Erst wenn er satt blau ist, sind sie dauerhaft auf dein Gerät geladen. Dies geht allerdings nur so weit, bis der interne Cashe voll ist, dann werden alte Ausschnitte überschrieben. Meines Wissens gibt es keine Möglichkeit mehr, Gebiete dauerhaft zu speichern. Das will Google nicht. Es gibt übrigens für wenig Geld GPS-Empfänger-Sticks, so dass auf Google Earth auch der Standort gezeigt wird.

Wegpunkte: Auch hier gibt es unterschiedliche Positionsformate. Da ich mein GPS-Gerät hauptsächlich zum Segeln verwende, nutze ich das segeltypische Format GG°MM,MM also Grad und Dezimalminuten. Auf den Geräten muss man ggf. dieses Format einstellen! Auf einem richtigen GPS-Gerät kann man das problemlos eingeben, um einen Wegpunkt, wie z.B. ein Hotel zu finden. Nur bei den Smartphone Apps habe ich es noch nicht herausgefunden, wie man dort einen Wegpunkt mit Koordinaten eingibt…

 

Reiseführer

 

Mein Reiseführer ist so aufgebaut, dass ich zunächst eine Beschreibung von der Distrikthauptstadt Leh gebe. Hier wird ein großer Teil der Besucher ankommen und sogleich mit dem Höhenklima konfrontiert. Sanfter ist es, die klassische Route über der Manali - Leh - Srinager Highway zu nehmen, den ich anschließend mit allen Seitenstraßen beschreibe. Danach kommen die anderen Touren dran. Anhand meiner Track-Aufzeichnungen müsste per Smartphone oder GPS-Gerät eigentlich alles leicht zu finden sein!

Aktuelle Öffnungszeiten der Pässe sowie eine riesige Fülle an weiteren Information finden sich auf den beiden indischen Biker Webseiten:     www.devilonwheels.com  und www.vargiskhan.com

 

Leh:

Hier befindet sich der höchste Linien-Verkehrsflughafen der Welt. Die Piloten müssen eine extra Lizenz machen, um landen zu dürfen. Der Flug über die Himalaya Hauptkette ist grandios, man versuche einen Fensterplatz außerhalb der Flügel zu bekommen! Wenn man angekommen ist, haben viele Leute schon wegen der Höhe (3350 m) Luftprobleme. Darum werden gleich in der Arrival Hall Sauerstoff Sprayflaschen verkauft. Diese kann man auch gut unterwegs mitnehmen, falls einem mal auf einem Pass schwindlig wird. Am ersten Tag sollte man sich zur Akklimatisierung nur im Hotel ausruhen. In Leh gibt es mittlerweile über 100 Hotels und Gästehäuser. In diesen Hotels war ich selber:

- Hotel Dreamland, nahe beim Markt. Einfach und preiswert (15,- €) mit buntem Garten. 34°09,8N / 77°35,0E 3550 m. Hier ist auch das Reisebüro, was ich empfehlen kann für Permits und Miettaxis.

- Hotel Ladakh Inn, guter Standard (33,- €) 34°09,57N / 77°34,87E - 3470 m. TV, warme Dusche, WiFi

- Hotel Jeevanam Villa nahe Flughafen (27,- €) 34°08,93N / 77°33,36E - 3350 m. Sehr sauber. WiFi

 

Sehenswürdigkeiten in Leh:

Der alte Königspalast, Tribal Museum und die moderne Einkaufsstraße. Dort gibt es auch in der Apotheke „Bright Mountains“ neben Sprayflaschen richtige Sauerstoff-Flaschen zu mieten. Damit habe ich meinem 80-jährigem Vater über den Khardung La Pass (5400 m Höhe) verholfen.

 

Tagesausflüge von Leh aus  (auf meinen Trackaufzeichnungen zu finden):

- Fahrt zum Dorf Stok. Besichtigung vom Palast. Am Straßenende beginnt sehr schöne flache Wanderung tief in die Berge Richtung Stok Kangri und Rumbak. An beliebiger Stelle umkehren und zurück.

- Fahrt zum Dorf Matho. Hier auch am Straßenende schöne flache Wanderung in die Berge hinein.

- Fahrt zum Hemis Kloster. Besichtigung. Weiterfahrt von Hemis aus ins schöne Shang Valley. Hier kann man am Straßenende auch schöne Wanderungen und Spaziergänge unternehmen.

- Fahrt über den Indus bei Spituk. Flussabwärts führt Straße tief in das Trekkinggebiet bei Rumbak.

- man lasse sich mit Taxi (5,- €) nach Gangnam oberhalb von Leh bringen und laufe durch die grünen Felder herunter zum Shanti Stupa, ein schöner Aussichtspunkt. Von dort Treppen zur Innenstadt.

 

1. Highway Tour Manali - Leh - Srinagar:

 

- Manali: schrecklich überfüllte Stadt mit unzähligen Hotels aller Kategorien. Anreise von Delhi mit zahlreichen Nachtbussen oder mit Propeller Maschine zum Flughafen Kullu, eine Stunde entfernt. Die Shopping Mall erschlägt einen. Ein Ruhepol ist der große Park in der Mitte. Ruhiger ist es im Vorort Vashist. Hier sind auch mehrere Motorrad-Verleiher.

Nach Keylong geht es über den Rohtang Pass, Wetterscheide und ein Nadelöhr. Der neue Tunnel ist zwar im Prinzip schon fertig gestellt, die öffentliche Freigabe lässt aber noch auf sich warten.

Achtung: der Verkehr über den Rohtang Pass ist auf eine bestimmte Anzahl Fahrzeuge pro Tag begrenzt! Man braucht ein Ticket vom Reisebüro. Wenn man Pech hat, muss man 1-2 Tage warten. Oder falls man mindestens eine weitere Woche Zeit hat, über das Spiti Valley nach Keylong fahren (Tour 8)! Von der anderen Seite nach Manali zurück gibt es keine Beschränkungen außer dienstags, da wird ausgebessert.

Auf der anderen Seite des Passes ist die Raststation Gramphoo mit Pass-Kontrolle für Ausländer. Von hier sind es noch 2-3 Stunden bis Keylong. Die meisten fahren durch, obwohl die Provinz Lahaul auch einiges zu bieten hat. Hoch über Sissu z.B. gibt es den hübschen Homestay Shustang (22,-€) 32°28,14N / 77°08,33E - 3271 m mit super Blick auf Gletscher. In Tandi ist die letzte Tankstelle vor Ladakh!

 

- Keylong: hübsche Kleinstadt bevor es in die ganz hohen Berge geht. Die letzten Reparatur-Werkstätten. Einfache Einkaufsstraße. Es gibt viele Hotels und Gästehäuser. Ich bevorzuge das Hotel Tashi Deleg mit Balkon (35,- €) 32°34,30N / 77°01,85E - 3089 m.           Ausflüge von Keylong:

   - Fahrt hoch zum Kloster über der Stadt. Besichtung und Spaziergang durch Lorbeerwald.

   - Fahrt über Tandi nach Udaipur und auf Stichstraße hoch in die Berge. Spaziergang am Ende. In Udaipur beginnt auch die berühmt-berüchtigte Pass-Strasse “K3“ die über Killa und Chamba nach Dharamsala führt. Nach meinen Informationen ist diese nur von Mitte August bis September befahrbar!

    - eine halbe Stunde nach Keylong kommt Darsha. Wenn man rechts abbiegt kommt man in ein schönes grünes Tal mit Wandermöglichkeiten. Es gibt auch ein schönes Zeltcamp auf grüner Wiese. Biegt man in Darsha links ab, kommt man auf Asphaltstraße zum Camp Zanskar Sumdo. Hier beginnt die abenteuerliche neue Piste nach Zanskar! Diese ist fast fertig gestellt. Man kommt im Sommer über den grandiosen Pass Shingo La hinunter ins lange Tal, was bis Purne (Kloster Phuktal) und schließlich nach Padum führt!

- Zwei Stunden nach Keylong kommt der Rastplatz Patseo. Hier ist ein wunderschöner kleine türkiser Bergsee. Bei Sonnenschein lohnt es sich, einmal herumzulaufen. Schöne Badestellen!

- Danach kommen die ersten hohen Pässe mit knapp unter 5000 m. Grandiose Aussichten.

 

- Sarchu: Dies ist ein riesiges Zeltcamp, welches nur im Sommer aufgebaut wird. Einige Hundert Leute übernachten hier täglich. Am Ende gibt es einige Restaurant-Buden, die auch Wellblechhütten mit Matratzenlager anbieten. Gegen Aufpreis kann man eine eigene Hütte bekommen (ca. 15,- €).

Ich selber habe abseits vom Trubel eine schöne Campingstelle auf einem Plateau über den Fluss gefunden bei 32°55,01N / 77°34,95E - 4290 m. Von hier aus kann man schöne Spaziergänge und Tageswanderungen machen. Entweder am großen Fluss entlang zu einem abgelegenen Dorf oder an der Klippen entlang das höhere Flusstal hinauf soweit wie die Puste reicht. Hier gibt es auch ein Lager von Yak-Nomaden.

- kurz nach Sarchu beginnt über zig Haarnadel-Kurven der Aufstieg über den Himalaya Hauptkamm mit überwältigenden Ausblicken. Nach einer Zeit kommt der Surya Tal (Sonnensee), ein türkiser Bergsee, der eine Pause lohnt. Einige Zeit später schlängelt sich der Highway auf Schotterpiste durch eine enge Schlucht, dann ist es auch nicht mehr so weit bis nach Pang. Es kommen faszinierende Felsformationen.

 

- Pang: Ebenfalls ein Zeltcamp wie Sarchu, nur viel kleiner, weil die meisten Inder noch am gleichen Tag über den Tangla La bis nach Leh fahren. Dies ist aber sehr weit. Weil Pang sehr hoch liegt (4500 m) ist es eine Überlegung wert, wenn man noch Zeit hat, zumindest über den Pass bis zum tiefer gelegenen Dorf Rumtse mit Gästehäusern zu fahren. Andererseits ist man hier mitten in einer atemberaubenden Hochgebirgs-Landschaft. Eine tolle Tageswanderung führt unterhalb von Pang sanft steigend den Fluß entlang mit bizarren Klippen. Auf diese kann man auch weit oberhalb vom Camp mit dem Auto oder Motorrad entlangfahren. Ca. 2 km nach Pang zweigt am Beginn der Morey Plains eine Piste rechts ab. Diese führt etwa 10 km buchstäblich ans Ende der Welt in die Changtang Hochebene. Hier leben nur einige Nomaden. Am Horizont ist Tibet. Unterwegs sieht man oft Kiangs, das sind echte Wildesel.

 

- weitere Übernachtungsmöglichkeiten bis Leh: Wie schon erwähnt viele einfache Gästehäuser hinter dem Pass. Unten im Indus-Tal selbst gibt es ein gutes Hotel unterhalb vom berühmten Kloster Thiksey: das Chamba Hotel (25,- €) 34°03,19N / 77°39,95E - 3270 m. Die morgendliche Puja-Zeremonie mit Getröte und Singsang sollte man sich nicht entgehen lassen. Man kann auch bis zum Eingang hochfahren.

 

- Highway Leh - Kargil: Dieser führt auch durch viele schöne Landschaften. Man kann ihn in einem Stück durchfahren, es gibt aber sehr viele interessante Stichstraßen in einsame Täler:    

- Nimmu - Chilling: In Nimmu fließt der Zanskar Fluss in den Indus. Schöner Aussichtspunkt. Man kann bei zahlreichen Anbietern eine spannende Rafting Tour auf dem Zanskar machen. Unterschiedliche Strecken und Schweregrade (15,- bis 25,- € pro Person incl. Neoprenanzug und Sturzhelm). Die Nebenstraße nach Chilling, dem Dorf der Silberschmiede, ist leicht zu fahren. Seit kurzem führt sie noch ein Stück weiter über die Zanskar-Brücke bis zum Dorf Skiu mit Homestays. Dies ist der Ausgangspunkt der einwöchigen Trekking-Tour durch das Markha-Valley. Man kann aber auch von Skiu aus nur eine leichte Tageswanderung machen. Oder zumindest die erste flache Etappe wandern mit Übernachtung in Zeltcamp oder Homestay in Markha und wieder zurück. Es gibt in Ladakh kaum einen leichteren Weitwanderweg. Erst jenseits von Markha wird es steil.

- Basgo: kurzer Abstecher zum alten Königspalast (1,- €). Es lohnt sich, weiter hoch in das grüne Seitental zu fahren. Dort gibt es auch eine große Buddha-Statue.

- Likir: große Klosteranlage, auch mit Buddha-Statue.

- Alchi: Touristenort mit historischen Tempeln. Hübsches Gartenhotel Choskor (15,- €) 34°13,664N / 77°10,175E - 3120 m. Spaziergang durch grüne Felder.

- Ule Tokpo: kleines Dorf mit mehreren luxuriösen Hotelanlagen im Bungalow Stil. Mein Highlight ist der Ule Ethnic Resort (70,- €) 34°15,28N / 77°05,57E - 3080 m mit Hütten über dem Indus. Der Ule Eco Resort nebenan kostet nur halb so viel. Hier können Rafting-Touren auf dem Indus gebucht werden.

- Kloster Rin Dzong: Eine schöne Seitenstraße führt zum in den Bergen versteckten Kloster.

- Manggyu: Durch einen imposanten Canyon führt eine Nebenstraße zum malerischen Dorf Manggyu mit alten Tempeln. Schöner Spaziergang durch Getreidefelder. Abenteuerlustige können noch eine Piste bis auf über 4000 m hochfahren zu kleinen Weilern kurz vor den schneebedeckten Bergen.

- Nurla: Hier führt die Straße hoch zum Dorf Temisgong (siehe Tour 2)

- Khaltse: Checkpoint und Abzweigung zum Aryan Valley (siehe Tour 3)

- Wanla: 5 km hinter Khaltse kommt die Abzweigung zur Hanupatta Schlucht und Lingshed (Tour 7)

- Moonvalley: Einige km weiter kommt ein Tal mit spektakulären Lehmtürmen. Die Wagemutigen können bis oben hochklettern. Es führt aber auch eine Straße parallel zum Highway, die ca. 3 km hinter Khaltse mit vielen Serpentinen abzweigt, hoch über den Türmen hinweg mit spektakulärer Aussicht. Die Straße kommt kurz hinter Lamayuru wieder auf den Highway.

- Kloster Lamayuru: Fantastisch über den Lehmtürmen gelegen. Es lohnt sich ein Besuch. Gutes Restaurant und Hotel gegenüber: Gartenhotel Moonland (25,-€) 34°17,02N / 76°46,09E - 3500 m.

- Kanji: Nach dem Fatu La Pass kommt eine Abzweigung durch eine Schlucht zum Bergdorf Kanji. Dies ist auch Ausgangspunkt für Trekkingtouren. Schöne, wenig steile Wanderung zu Tempel möglich.

- Budhkarbu: Auch hier gibt es eine schöne Stichstraße, an deren Ende man wandern kann.

- Khangral: Hier zweigt eine Querverbindung nach Beama im Aryan Valley ab. Auf halber Strecke, bei Chiktan führt an Ruinen eines Forts vorbei eine abenteuerliche Piste in eine einsame Bergregion.

- Wakha: Auch hier führt eine Piste etwa 10 km in ein interessantes Seitental mit malerischem Kloster.

- Sapi: Ein weitere gute Seitenstraße führt rund 40 km tief in die Bergregion.

- Mulbekh: Kleiner Ort mit riesigem Buddha-Relief. Einfache Restaurants und Hotels.

- Kargil: Die zweitgrößte Stadt in Ladakh und für die allermeisten nur Durchgangsort. Die Einkaufsstraße ist hektisch und nicht schön. Ein akzeptables einfaches Hotel: Rangyan (15,- €) 34°32,63N / 76°08,49E - 2750 m. Schöner ist das Luxushotel Chutuk Heights (45,- €), 6 km weiter Richtung Zanskar bei 34°29,88N / 76°07,44E - 2800 m, wo auch schon der Dalai Lama übernachtete. Schönes Zimmer mit Balkon über den Suru Fluss. Spaziergang durch das gegenüberliegende muslimische Dorf.

 

Sonamarg: Nach Kargil wird der Zoji La überschritten. Der ist bei weitem nicht so hoch wie der Tanglang La, bekommt aber mehr Niederschläge ab und ist deswegen häufig Erdrutschen ausgesetzt. Manchmal ist hier Einbahnverkehr, so dass man u.U. ein paar Stunden warten muss. Sonamarg ist ein beliebter Touristenort in Kaschmir. Zahlreiche Hotels, z.B. Glacier Heights (20,- €) 34°18,06N / 75°17,44E - 2700 m. Schöne Wanderung in bewaldetes Seitental. Endlich wieder richtige Bäume!

 

Srinagar: Die Hauptstadt von Kaschmir war mir nie so recht geheuer und ich bin jedes Mal nur tagsüber ohne zu übernachten durchgefahren. Man sollte aber zumindest den Umweg am Ufer des Dal Sees gemacht haben und den dortigen Mughul Garden besucht haben. Weitere Ausflugsziele beschreibe ich später in einem Kapitel über Kaschmir.

Man kann in 1-2 Tagen nach Dharamsala weiterfahren, dem Sitz des Dalai Lamas. Im Tushita Meditation Centre werden buddhistische Kurse für Ausländer angeboten. Nach einer weiteren Tagesreise erreicht man den Ausgangspunkt Mandi oder Manali.

 

   

2.  3-Tages Tour (Ergänzungen):

- Temisgong oder auch Tingmosgang geschrieben ist eine alte Königsresidenz. Den Palast kann man noch besichtigen. Viele Gästehäuser und ein gutes Hotel: Namra (40,- €) 34°19,57N / 76°59,72E - 3260 m.

- Es gibt eine klassische, leichte 3-Tages Trekking-Route nach Likir. Vor kurzem ist aber parallel eine neue, sehr malerische Straße gebaut worden. Die jungen Leute in den Dörfern freut es, die alten fürchten um die Traditionen. Als erstes wird von Temisgong und Aang aus das Dorf Hemis Shukpachen erreicht. Dort kann man einen Spaziergang zu dem berühmten heiligen Wacholderhain machen. Im Dorf gibt es mehrere Gästehäuser. Auch hier eine Buddha-Statue. Dann geht es weiter über mehrere leichte Pässe durch eine schöne Landschaft zum Kloster Likir, dem man einen Besuch abstatten sollte. Von hier sind es etwa 2 ½  Fahrstunden bis nach Leh.

 

3. Niedrige Tour (Ergänzungen):

- Die Fahrt geht durch das Aryan Valley. Die Bevölkerung meint, dass sie von den Kriegern des Feldherrn Alexanders des Großen abstamme. Sie sind deutlich heller als die übrigen Ladakhis und tragen oft schönen Blumenschmuck. Man braucht ein Permit, welches man vorher in Leh besorgen muss. Um nicht in größerer Höhe in Leh (3500 m) übernachten zu müssen, könnte man es so machen: Direkt nach der Ankunft in Leh fährt man nur kurz hoch nach Leh, beantragt das Permit, besorgt Motorrad oder Auto mit Fahrer und fährt gleich ins tiefer gelegene Indus Tal bei Alchi oder Ule Tokpo. Falls man das Permit nicht gleich bekommen kann, bietet Dreamtours am Markt an, es nach Ule Tokpo nachzuschicken. So braucht man nicht in Höhen über 3100 m zu übernachten. Die Ausflugsmöglichkeiten im Industal habe ich bereits auf der Highway Tour beschrieben.

- Im Aryan Valley gibt es einige Gästehäuser in Skarbuchan. Besser ist in Beama die Aryan Residency (25,- €) 34°36,04N / 76°30,82E - 2800 m. Schon die Fahrt von Khaltse nach Beama durch die Indus Schlucht ist spektakulär. Noch interessanter sind die Fahrten die Seitentäler hoch, wie Domkhar oder Hanu. In Beama kann man schöne Spaziergänge am Indus entlang machen und grüne Dörfer besuchen.

- Batalik ist die Grenzstation nach Pakisten. Dort sind viele Kontrollen durch Soldaten, die aber allesamt sehr freundlich sind. Die weiteren Orte Kargil, Lamayuru, Temisgong habe ich bereits beschrieben.

 

4. Nubra Tour (keine weiteren Ergänzungen gegenüber oben)

 

5. Die große 3 Seen Runde:

- Alle Highlights von Ladakh in einer grandiosen Tour! Der Pangong Lake ist 130 km lang und liegt zu zwei Dritteln in Tibet. Auch der Tso Moriri ist riesengroß! Erst vor kurzem ist die direkte Verbindung vom Pangong Lake  zum Tso Moriri ganz dicht entlang der tibetischen Grenze für Ausländer freigegeben worden. Dies wissen wohl noch nicht alle Reisebüros. Man braucht ein spezielles 2-Wochen Permit, was ausdrücklich die Gebiete Nubra, Pangong und Tso Moriri mit einschließt. Man muss sich klar sein, dass es in große Höhen geht; nicht alle vertragen das. Je länger man sich vorher akklimatisiert hat, umso besser. Man sollte die angegebene Richtung einhalten: Nubra Tal 3200 m, Pangong Lake 4200 m, Tso Moriri und Tso Kar 4500 m. Es muss auch bedacht werden, dass es nur noch in Diskit im Nubra Tal eine Tankstelle gibt! Also mehrere Reservekanister mitnehmen. In einigen Dörfern bekommt man auf dem Schwarzmarkt Sprit zu etwas höheren Preisen.

- Zunächst geht es über den Khardung La ins Nubra Valley. Achtung! Kurz hinter Leh ist ein Kontrollposten der ladakhischen Taxifahrer Gewerkschaft. Die wollen verhindern, dass andere Fahrzeuge als die aus dem heimischen Bundesstaat J&K (Jammu und Kashmir) die Sondergebiete befahren. Wer also ein anderes Kennzeichen als JK hat, muss riskieren, zurückgeschickt zu werden. Zwei Möglichkeiten, dem Ärger aus dem Weg zu gehen: Entweder ganz früh um 06:00 Uhr starten, wenn noch keiner da ist oder einen Schleichweg drumherum bei Gangnam fahren! Den späteren Polizeiposten interessiert das nicht. Oben auf der Passhöhe gibt es für alle Fälle eine Sauerstoff-Bar! Auf der anderen Seite gibt es die ersten Übernachtungsmöglichkeiten im Dorf Khardung. Dies ist allerdings noch 4000 m hoch. So fahren die meisten weiter zum Touristenort Hunder im Nubratal. Hier empfehle ich das Hotel Snow Leopard (30,- €) 34°35,06N / 77°28,11E - 3140m. Ausflugsmöglichkeiten siehe Tour 4.

- Vor kurzem ist die Verbindungsstraße zum Pangong Lake entlang des Shyok Rivers gut ausgebaut worden. Eine spektakuläre Fahrt durch Schluchten / Canyons: Khalsar - Agham - Dorf Shyok - Durbok. Man könnte theoretisch am gleichen Tag bis zum See hochfahren, ich empfehle aber, die Nacht noch in Tangtse unterhalb 4000 m zu bleiben im Hotel Pangong Residency (25,- €) 34°02,18N / 78°10,02E - 3890 m.

- Am nächsten Morgen geht es durch grüne Flusstäler hoch zum See. Am Anfang sind unzählige Zeltcamps und viel Trubel. Ich empfehle weiter zum Dorf Man zu fahren. Dort ist das einzige Hotel mit richtig gutem Badezimmer und warmer Dusche: Pangong House (33,- € mit Mahlzeiten) mit Terrasse an grünen Feldern und Blick auf den See. Von hier aus kann man direkt zum See laufen.

- Sehr schön ist auch im nächsten Dorf Merak der Homestay Ralpa (15,- €) direkt am Wasser. Zwei Zimmer haben immerhin ein eigenes gekacheltes Badezimmer mit kalter Dusche. Hier ist ein richtiger Sandstrand. Bei gutem Wetter kann man sogar kurz baden! Der Uferweg ist ganz toll.

- Die Weiterfahrt wird echt einsam und holprig. Manchmal ist die Piste kaum zu erkennen. Aber es geht immer weiter. Obwohl man mitten in der Wüste ist, gibt es viele Wasser Durchquerungen. Keine Sorge, wenn man stecken bleibt, es fahren diese Strecke auch ein paar Dutzend andere Fahrzeuge pro Tag. Die Route ist Chuchul - Loma - Nyoma - Mahe-Bridge - Sumdo - Korzog am Tso Moriri. Hier gibt es mehrere Homestays. Ich empfehle aber das mehrstöckige Dragon Hotel mit erheblich besserem Standard.

- Am nächsten Tag kann man noch etwa 10 km ganz einsam auf einer Piste den See weiter entlang fahren. Interessant ist auch eine Wanderung hinter Korzog das grüne Flusstal hinauf zu großen sumpfigen Yak Weiden. Auch das Kloster ist einen Besuch wert.

- Für die Weiterfahrt geht es zurück nach Sumdo. Dort nimmt man dann die Abzweigung zum Polo Kongkar Pass. Vorher kommt man in Puga noch an heißen Quellen vorbei. In der Mitte einer großen sumpfigen Weide sprudelt wie aus einem Springbrunnen kochendes Wasser heraus. Bei 33°13,55N / 78°18,96E - 4434 m ist ein Becken angelegt, wo man prima im nun abgekühlten warmen Wasser baden kann! Nach dem unspektakulären Pass sieht man den Salzsee Tso Kar. Im Dorf gibt es einige Gästehäuser. Die Auffahrt hoch zum Kloster lohnt sich wegen der Aussicht. Zwischen Dorf und Salzsee gibt es abgelegen noch ein Luxus-Zeltcamp. Ich habe mehrmals auf einer grünen Wiese direkt am See gecampt: 33°19,02N / 77°57,12E - 4563 m. Der See ist so salzig wie das Tote Meer mit einer Salzkruste am Rand.

- Am nächsten Tag gelangt man auf Sandpisten nach etwa einer Stunde auf den Manali - Leh Highway kurz vor dem Tanglang La Pass. Nun kann man nach Leh fahren oder auch in Richtung Manali.

 ......  wird fortgesetzt.

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